Ein Ort mit Tradition und Zukunft

Das Kloster Wettenhausen kann auf eine fast tausendjährige Tradition zurückblicken. Als Augustiner-Chorherren-Stift gegründet, ist die Klosteranlage über die Jahrhunderte hinweg ein wichtiger Ort gelebter Zeitgeschichte in der Region gewesen. Ein Ort, an welchem nicht nur gebetet, sondern auch gelebt, gelernt und gearbeitet wurde. Die weitläufige Klosteranlage mit ihrer unverwechselbaren Architektur und den historischen Handwerksstätten legen davon bis heute Zeugnis ab.

 

Der erste urkundliche Nachweis über die Existenz des Klosters stammt aus dem Jahr 1130. Mitte des 16. Jahrhunderts erlangte es den Rang eines Reichsstifts mit Sitz und Stimme im Reichstag. Nach den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges erhielt die Klosteranlage ihre unverwechselbare Silhouette und wurde im Inneren mit reichen Stuckdecken ausgestattet, die bis heute im Kaisersaal ihren eindrucksvollen Höhepunkt finden.

 

Im Anschluss an die Säkularisation war das Kloster für viele Jahrzehnte dem Verfall preisgegeben, bis es 1865 von den Dominikanerinnen wieder besiedelt wurde, um sich für Mädchenbildung auf dem Land einzusetzen. Davon zeugt noch heute das St.-Thomas-Gymnasium Wettenhausen in unmittelbarer Nachbarschaft.

 

Heute ist das Kloster ein bedeutendes Bau- und Kulturdenkmal und ein besonderer Ort in der Region, an dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammenkommen.